Ee 3/3

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Rangierlok Ee 3/3 16381 - 16414  / 16421  -16430
  
 Inbetriebnahme  1944  -   1947   /   1951  -  1956
    Gewicht     39 t     /   45 t
    Leistung  680 PS /502 kW   /    690 PS / 508 kW
    Höchstgeschwindigkeit  40 km/h   /   45 km/h

Geschichte

Schon in den Zwanzigerjahren wurden Stimmen für eine leistungsstarke, elektrische Rangierlokomotive laut. Grössere Lasten anzuziehen und abzustoßen sowie Einsätze am Ablaufberg und eine Streckengeschwindigkeit von mindestens 40 km/h gehörten ins Pflichtenheft der künftigen Rangiermaschine.

1924 nahmen die SBB mit den Ee 3/4 16301 - 16302 zwei Prototypen in Betrieb, die sich über 50 Jahre lang bewährten und als Grundmodell für eine grosse Serie an Rangiermaschinen dienten. Vor allem die Anwohner von Bahnhöfen atmeten auf, als diese sauberen, elektrischen Lokomotiven die qualmenden Dampfrangiermaschinen langsam ablösten. Doch nicht überall löste das Erscheinen der elektrischen Triebfahrzeuge einen Begeisterungssturm aus. Vielerorts wollte sich das Rangierpersonal gar nicht erst umgewöhnen, denn anfangs war der elektrische Betrieb noch recht störungsanfällig, im Vergleich dazu leisteten die dampfbetriebenen E 3/3 zuverlässige und flinke Dienste.

Trotzdem gehörte der Fortschritt eindeutig der elektrische Traktion und so kam es bereits im Jahre 1928 zur Lieferung von 16 weiteren Rangierlokomotiven des Typs Ee 3/3 (16311 - 16326). Eine nächste Tranche von 46 Fahrzeugen folgte in den Jahren 1930-1942 (16331 - 16376). Weitere Serien kamen 1944 - 1947 (33 Maschinen), 1951 und 1956 (zehn Ee 3/3), 1961-1962 (zehn Lokomotiven) sowie 1966 (weitere 20 Maschinen) zu den Schweizerischen Bundesbahnen.

 

Konstruktion

Im Design unterscheiden sich die 135 gebauten Ee 3/3, mit Ausnahme der Serie 16311 - 16326, nur unwesentlich. Alle weisen einen in der Mitte des Fahrzeugs angeordneten Führerstand mit zwei ungefähr gleich langen Vorbauten auf. Über grosse Wartungstüren, teilweise mit Jalousien versehen, sind die Apparate für den Unterhalt leicht zugänglich. Alle Ee 3/3 verfügen über einen charakteristischen Stangenantrieb, erstaunlicherweise auch die erst 1966 ausgelieferten Rangierlokomotiven. Ausser den Maschinen mit den Betriebsnummern 16331 - 16350 weisen alle Ee 3/3 mit zentralem Führerstand zwei Rangierplattformen auf. Die ersten in Serie gebauten Ee 3/3 (16311 - 16326) unterscheiden sich von ihren Schwestern durch den Führerstand im hinteren Bereich und den Iangen, schmalen Vorbau diese Anordnung hat den Fahrzeugen den Übernamen Halbschuh" oder Bügeleisen" eingebrockt. Auch das weit vorgezogene Dach ist bei dieser Serie sehr markant. Die dreissig in den sechziger Jahren gelieferten Ee 3/3 wirken kantiger und dem Zeitgeist entsprechend moderner. Die grossen Apparatetüren sind sauber in die Seitenwände eingelassen. Noch mit alten, aufgesteckten Lampen ist die Spitzenbeleuchtung aller Ee 3/3 ausgeführt.

Der mechanische Teil der Ee 3/3 besteht aus einem massiven Lokrahmen aus zwei 20 mm dicken Längsblechen und zwei Stossbalken. Das Drehmoment wird vom Fahrmotor über eine Vorgelegewelle und einen Schrägstangenantrieb auf die drei Triebachsen übertragen. Im Gegensatz zu den beiden Prototypen Ee 3/4 weisen die Ee 3/3 keine Laufachse mehr auf. Es gelang den Konstrukteuren, das Gesamtgewicht auf 45 Tonnen zu reduzieren und auf drei Achsen mit dem zugelassenen Achsdruck von 15 Tonnen zu verteilen.

Die Maschinen der dritten Serie (16381 - 16414) gerieten mit nur 39 Tonnen etwas zu leicht und waren dadurch im schweren Dienst deutlich überfordert. Aus diesem Grund bauten die SBB nachträglich noch Ballast ein. Im hinteren, etwas längeren Vorbau befinden sich neben dem Fahrmotor auch der Ventilator und der Kompressor. Beidseitig werden die Triebräder durch einen Bremsklotz gebremst, zusätzlich verfügen die Ee 3/3 über eine automatische Druckluftbremse, ferner eine Rangier- und Handbremse.

Der in der Mitte des Fahrzeugs angeordnete Führerstand ist für einmännige Bedienung ausgelegt. Es stehen pro Fahrtrichtung ein Führertisch für die Bedienung des Fahrzeugs zur Verfügung. Doppelt vorhanden und mechanisch gekuppelt sind Wendeschalter, Rangierbremse und Steuerkontroller. Das nur einmal dispositionierte Führerbremsventil für die Automatischebremse befindet sich auf dem Führertisch 1. Im Rangierbetrieb muss der Lokführer kurz seinen Standort wechseln, während er im Streckendienst beim Führertisch 1 stehen muss um dort auch die automatische Bremse bedienen zu können.

Die elektrische Ausrüstung ist in beiden Vorbauten der Ee 3/3 untergebracht. Im kürzeren Vorbau befindet sich neben dem Öl-Hauptschalter der ölgekühlte Transformator mit der zugehörigen Ventilation. Die Kühluft wird übrigens durch den Kamin entlang der vorderen Führerhauswand in Dachhöhe angesaugt, damit kann der Verschmutzung vorgebeugt werden. Unter der längeren Haube auf der anderen Seite des Führerstandes wurden die 36 Voltbatterien und die Umformergruppe zu deren Aufladung positioniert. Die Batterie dient zur Speisung des Steuerstrom und der Beleuchtung. Über einen Drucklufthahn kann der Scherenstromabnehmer automatisch gehoben und gesenkt werden.
Daten und Text von
Annemarie und Roland Lerch

Ee 3/3 als 5Zoll-Modell im Bau

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Da die Ee 3/3 und die De 6/6 identische Fahrwerksdimensionen aufweisen sind weitere entstehende Einzelteile auf der Seite De 6/6 abgebildet.

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19.03.2012

Ee3/3 limitierte Auflage (2Stück) der SOB

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Bilder Zeno Biland
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Bilder Heinz Gerbig

SBB Ee 3/3 16381 bis 16414

Die ab 1944 gelieferten Ee 3/3 16381 bis 16414 sind eine verbesserte Ausführung der Vorgängerserie. Dabei wurden mehrere Änderungen durchgeführt. Das Untergestell ist neu geschweisst und nicht mehr genietet. Der Ölhauptschalter weicht einer Dachsicherung. Der Fahrmotor wurde überarbeitet und leistet bei kleiner Masse etwas mehr. Die Höchstgeschwindigkeit konnte von 40 auf 50 km/h erhöhrt werden. Die Ausmusterung der ersten Lokomotive erfolgte 1991. Heute sind noch die Ee 3/3 16381 - 16383, 16386 - 16388, 16390, 16391, 16393, 16396, 16398, 16399, 16402, 16403, 16404, 16406, 16408 - 16413 im Einsatz. Die Ee 3/3 16413 wird von SBB Historic betreut.
Leistung 98 kN Höchstgeschwindigkeit neu 50 km/h, Gewicht von 45 auf 39 t gesenkt

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SBB Ee 3/3 16381
am 9. September 2006
in Brig.
SBB Ee 3/3 16382
am 14. August 2002
in Biel.
SBB Ee 3/3 16383
am 15. Juni 2004
in Biel.
SBB Ee 3/3 16396
am 28. März 2005
in Bern.
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SBB Ee 3/3 16387
am 28. August 2008
in Vallorbe.
SBB Ee 3/3 16396
am 27. Mai 2005
in Bern.
SBB Ee 3/3 16386
am 16. April 2009 
in Vallorbe.
SBB Ee 3/3 16403
am 28. Juli 2009
in Oberburg.

Text und Bilde aus: http://www.le-rail.ch/text/aktuell22.htm

 

Ee 3/3 Nr. 16'431 - 16'460

Baujahr: 1961 - 1962 / 1966 Leistung: 508 kW / 690 PS
Gewicht: 44 - 45 t V. Max.: 45 km/h
Normallast: 135 t Länge: 9'510 mm
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Uebergabe 07.02.1962 27.1.2008

 

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