Bemerkungen zur Reise

Im Schiff


Die Kabine
Die Kabinen in der von uns gebuchten Klasse mit Balkon sind geräumig und bieten für zwei Personen genügend Platz. Die Dusche hat mir besonders gut gefallen. Auch mir war es dank dem bis auf den Boden reichenden Duschvorhang möglich ohne eine Ueberschwemmung zu duschen. Die Kabine wurde zudem sehr speditiv am morgen, während wir das Frühstück einnahmen aufgeräumt. Am abend wurden die Pyjamas oder die Decke hübsch drapiert, Das Kabinenperonal war sehr aufmerksam. 

Die Verpflegung
Die Verpflegung war nicht geradeschlecht, jedoch eher mittelmässig und fade, jedoch im Speisesaal auf den Teller schön präsentiert. Fische konnten die Köche jedoch nicht zubereiten, sie waren meist hart und trocken. Heidi schwärmt jedoch noch heute vom einem Muschel-Buffet. Beim geschriebenen Menu musste man oft einige Fantasie aufwenden um das beschriebene Gericht zu erkennen. Im Speisesaal ging es recht eng zu und her. Das Abendessen wurde in zwei Schichten serviert. Wir haben uns für die erste Schicht entschieden. An unserem runden Tisch waren 8 Personen plaziert. An anderen Tischen mussten sogar 10 Personen speisen. Die übrigen Mahlzeiten nahmen wir auf Deck 9 ein. Bei diesen Mahlzeiten wurden im Speisesaal die Tische mit den Ankommenden aufgefüllt. Der Gang zum Buffet wurde zum Hindernisslauf. Das Essen auf Deck 9 konnte an verschiedenen Ausgabetationen wie in einer Kantine selber geschöpft werden. Hier sind vorab die Südländer durch Ihr drängeln unliebsam aufgefallen. Auch einige Holländer haben auf sich aufmerksam gemacht. Die Platzsuche mit dem gefüllten Teller wurde zu den Essenzeiten oft zu einem Suchen nach der berühmten Stecknadel im Heuhaufen. Wir bevorzugten deshalb jeweils die Randzeiten, meistens  vor Eröffnung des Essensaufgabe einen Platz suchen und dann abwechlungsweise Essen fassen. Beim Buffet vor dem Schwimmbad bildeten sich regelmässig grosse Warteschlangen und dies trotz der "chlorigen " Atmosphäre. Auch hier half das südländische Temperament gepaart mit niederländischer Offenheit zu einem schaurigen Essensgenuss. (Lärm und nacktes Fleisch in Chlor). Die Buffets selber waren jedoch kurz vor dem Start eine Augenweide.

Unterhaltung
Von dem Angebot an Unterhaltung kann ich nicht viel berichten. Der von mit besuchte deutschsprachige Vortrag über das Innere der Costa Deliziosa brachte nicht viel Neues, ausser diversen Versprechern.
Die Darbietung der 4 Chinesischen Artisten hingegen war exzellent. Heidi besuchte einige Handarbeitskurse, die wiederum dank den anwesenden Italienerinnen nicht unbedingt zu einem Erfolgserlebnis wurden.

Die Ausflüge

Enjoying Bergen and the Funicular Ride
Diesen Ausflug hätte man grössteteils selber machen können. Lediglich der Besuch der Stabkirche lag etwas ausserhalb der Stadt.

Descovering the Jewels of the North
Ausflug mit dem Bus von Akureyri zum Godafoss, Besuch der Schlammlöcher beim Namafjallim weiter zum Myvatn See. Mittagessen in
einem Restaurant und anschliessend Fahrt nach Dimmuborgir.

Along the Fjiord, in Search of the Wales
Mit dem Boot auf Jagd nach den Walen in der Umgebung von Nuuk. Mit einigen Begegnungen mit Walen

Along the Kangerlua Fjiord encounter the Icebergs
Fahrt mit dem Boot zum Eingang des Kangerlua Fjiords und um einige Eisberge. Der Ausflug hätte 2 Stunden dauern sollen. Nach knapp einer Stunde waren wir wieder beim Schiff. Dort mussten wir dann jedoch mehr als eine halbe Stunden auf das Umsteigen auf die Costa Deliziosa waren (es war saukalt). Dieser Ausflug hat einige Schwächen der Organisation aufgezeigt. Die Tatsache, dass die Tenderboote und die Ausflugsboote nur auf einer Seite des Schiffes anlegen konnten mag mitverantwortlich sein. Zudem haben die grösseren Boote einen wesentlich weiterern Weg zurückgelegt. Das letzte Boot machte sich um 23 Uhr auf den Weg, dafür blieb es gute drei Stunden weg.

Hiking between History and Nature
Die zweistündige Wanderung von Nuuk zum Fjiord wurde auch von gehbehinderten Personen mitgemacht. So dass Heidi es vorzog den Rückweg nicht mit dem Bus sondern zu Fuss anzutreten. Sie war vor der Gruppe wieder zurück.
Diese Wanderung hätte man somit ohne weiteres selber machen konnen.

4 x 4 Super Adventure in Iceland
zusammen mit den Ausflug zu den Walen mit Abstand der beste Ausflug und diemal sein Geld wert. Fahrt mit dem umgebauten hochgelegtem Ford Explorer abseits der Strassen auf den Berg mit Aussicht auf Reykjavik. Dann entlang der Pipeline zum Frakkastigur-Pass mit Aussicht auf den  Thingvallavatn See. Durch den Vulkan Hengill zu dem geothermischen Kraftwerk Nesjavellir. Dann abseits (off road) durch das Gelände mal Schotterstrasse mal Flussbett. Fahrzeuge wurden richtig geduscht (Gratis Waschstrasse). Weiter zu einigen geothermischen Wasserfassungen ebenfalls abseits normaler Wege.

Mittelalterliche Kathedrale Faroe-IS
guter Ausflug mit Ausblick auf viele Inseln und Besuch von Kirkjubour mit de Ruine der St. Magnus Kathedrale, die leider nie fertiggstellt wurde und heute mit hässlichen Abdeckungen vor dem Verfall bewahrt wird..

Inverordon
Grand Dunrobin Castel ist ein schönens Schloss, Schöne Busfahrt auch auf Nebenstrassen (Single Lane). Startet leider erst am Nachmittag und endet nach der angekündigten Abfahrt des Schiffes. 

Zu den Ausflügen ist  zu bemerken, das Costa diese viel zu teuer anbietet und damit die günstigeren Kabinenpreise wett macht. Dasselbe gilt für alle Getränke sowie die Zuschläge auf allen Einkäufen. 

Wo noch ein € rausgepresst werden kann wird fröhlich gepresst. 

Organisation und Pünktlichkeit

Mit der Pünktlichkeit nimmt man es bei der Costa nicht so genau. Start der Essensausgbe am morgen war meistens nicht mit der In Today ( gedrucktes Tagesprogramm ) identisch. Eine Vietelstunde später war an der Tagesordung. Die Organisation der Ausflüge wirkte teils chaotisch. Zudem endeten einige Ausflüge viel zuspät, so dass die All Aboard- Zeiten zum teil massiv überschritten wurden. Waren Veranstallungen an denen der Kapitän im Theater-Saal  erschien angesagt, wurden die Sitzung des ersten Abendessens grosszügig nach hinten Verschoben. Die wunderchöne Abfahrt aus Ilulissat haben wir leider teilweise verpasst, da das Abendessen rief. In Invergordon haben wir diesen Fehler nicht mehr gemacht und auf den "Mapf" verzichtet und die Abendstimmung bei der Ausfahrt aus dem Firth genossen.

und trotzdem


Die Reise war ein schönes Erlebnis. Besonders der Wettergott war uns mehr als gut gesinnt. Auf offener See wo es nicht darauf an kam hüllte er die Gegend in Nebel und lies dafür die Sonne scheinen, im Hafen oder auf den Ausflügen. Die Eiskullise war atemberaubend und ich hätte nie gedacht, dass das grosse Schiff so nah auf Tuchfühlung mit den "Gefrorenen" gehen würde. Ein Applaus für die Schiffscrew. Leider sahen wir keinen Eisbären und auch andere Tiere sind sehr rar im Vergleich zur Antarktis. Auch wenn ich nicht unbedingt ein "Green Peace" Fan bin, geben die vielen roten Flecken auf den Eisschollen zu Bedenken Anlass.  Und das Schiff mit der Harpune auf dem Bug das in den Hafen von Ilulissat einfuhr gehört ins Museum. Das Jagen von Robben als Hundefutter sollte ebenfalls der Vergangeheit angehören.




Letzte Aenderung