Privatlokführerin auf der Strecke der SZU im Sihltal

Die Zürcher Museumsbahn bietet auf der Sihltalinie S10 der SZU die Möglichkeit sich zum Privatlokführer ausbilden zu lassen. Der Kurs dauerte 1 Woche und war sehr intensiv.

Kursbeschreibung
Kursort Bahnhof Zürich-Giesshübel sowie zwischen Langnau-Gattikon und Sihlbrugg.

Kursziel:

Vermittlung eines vertieften Einblicks in den Beruf des Lokführers sowie Erlangen der Berechtigung, das Triebfahrzeug FCe 2/4  Jahrgang 1924 zwischen Langnau Gattikon und Sihlbrugg eigenhändig unter Aufsicht zu führen. Das Fahrzeug kann sodann für private Übungsfahrten und Anlässe gemietet und dabei unter Aufsicht selbst geführt werden. Die Fahrberechtigung ist 1 Jahr gültig. Sie verlängert sich durch Teilnahme an einem Auffrischungs- oder Aufbaukurs um ein weiteres Jahr.

Kursinhalt:

Theorie: Sicherheitsvorschriften, Signalkunde, Streckenkunde, Bremsen, Fahrzeugtechnik, Fahrdienstreglement sowie Kurztests. Praxis: Mitfahren auf dem Führerstand von Regelzügen zwecks Vertiefung der Streckenkunde, Auf- und Abrüsten des Fahrzeugs, Technik am Fahrzeug. Fahrinstruktion zu zweit mit Profi-Lokführer im Bahnhof Giesshübel und auf der Strecke Langnau-Sihlbrugg inkl. Bahnhof Sihlwald.

Art des Kurses:

Arbeitsintensiver Wochenkurs mit Zwischentests und Schlussprüfung. Kollegiale Atmosphäre (man ist per Du). Es werden eigens für den Kurs geschaffene, ausführliche Unterlagen in Form von Handbüchern usw. abgegeben. Grösse der Gruppe maximal 8 Personen.

Diesen Kurs habe ich zusammen mit meinen Mann 1979 besucht und bestanden.

<Click für grosses Bild<>

 

    Begonnen hat es schon vorher. 1996 haben wir uns als Kondukteure ausbilden lassen und am 31. Mai 1997 beim Fest 100 Jahre Sihlwald-Sihlbrugg mitgemacht

an den Getränken
 verdient man


Dampffahrt Mettmenstetten-Luzern zum 60.
von Fritz 

Die Fahrten mit dem FCe 2/4 Nr. 84 haben wir besonders genossen. Gemeinsam haben wir den FCe für einen Nachmittag gemietet. Zu jener Zeit war es gelegentlich auch möglich vom Giesshübel bis in den Hauptbahnhof und nach Langnau zu fahren da die Nr. 84 im Giesshübel stationiert war.

Der FCe mit Vmax 50 musste pfleglich behandelt werden. So waren vor jeder Inbetriebnahme (Aufrüsten) die Achslager (Dochtschmierung) mit Öl aufzufüllen . Der Kompressor bekam ebenfalls einen Schluck Schmiermittel (aus dem zweiten Kännchen). Im Führerstand  warteten die Drehgestelle auf Öl. War der Luftvorrat zu gering um den Pantographen  anzuheben artete dies in einer Freiübung mit der Kurbel aus. Beim Führerstandswechsel durfte man nicht vergessen den Lufthahn für den jeweiligen Stromabnehmer zu schliessen oder zu öffnen.

ZMB_08.jpg (40420 bytes) ZMB_10.jpg (31992 bytes) Die Fahrten waren meistens ein Gemeinschaftswerk. Während der eine fuhr kümmerte sich der andere um die richtige Beleuchtung beim Richtungswechsel (rote Scheibe), oder sorgte für die Kommunikation mit der Leitstelle. Alles natürlich immer unter der Aufsicht eines Profis.

Anschliessend ging man zusammen mit dem richtigen Lokführer noch etwas essen.

 Es war toll !

 

 

Mit dem Einzug des BDe 2/4 wurden Fahr WK's angeboten bei denen man einige Fahrten zwischen Langnau und Sihlbrugg belegen konnte.  Wir haben einige Fahrten gebucht um unsere Fahrberechtigung zu erhalten, aber es war nicht mehr dasselbe wie mit dem FCe.
DSC01363.JPG (58187 bytes) DSC00032.JPG (85982 bytes) DSC01360.JPG (82150 bytes) DSC01361.JPG (82785 bytes)
In Langnau geht's los alles bereit mit 50 aus dem Tunnel Achtungspfiff vor dem Campingplatz